Johannes-Selenka-Schüler im Tchoukball-Fieber

Ein lautes „Tchouuuuuck“ ertönt, als der Ball eines Schülers nach einem spannenden Spielzug im Netz auftrifft. Sehr schnell, abwechslungsreich und auch intensiv erscheint diese Ballsportart, die am 10. und 11. Oktober 2012 in der Tunica-Halle der Stadt Braunschweig von den Schülern und Schülerinnen der Johannes Selenka Schule erprobt wird.
Tchoukball ist eine Ballsportart, in der zwei Mannschaften von zwei bis zwölf Spielern gegeneinander spielen. Der Sport entstand aus dem Versuch, Foulspiele in herkömmlichen Ballsportarten zu minimieren. Insbesondere die Aspekte Gesundheit, Respekt untereinander und Freude am Ballsport waren in seiner Entwicklung essentiell.
Im Spielverlauf ist wie bei anderen Sportarten auch ein ständiger Wechsel zwischen Angriff und Verteidigung zu beobachten. Das Besondere am Tchoukball ist allerdings, dass der Agressionsabbau nicht am Gegner erfolgt, sondern auf dem Tchoukball-Netz. Aus diesem Grund wird die Sportart bereits seit den 70er Jahren an vielen deutschen Schulen unterrichtet.
Im Rahmen der Präventionstage 2012 hält der Tchoukball auch Einzug in die Johannes-Selenka-Schule. An diesen beiden Tagen sind sogar die amtierenden Meister des TUS Halver nach Braunschweig angereist, um den Kursteilnehmern eine Einführung in ihren Sport zu geben. Felix Kühn, Sören Kaapke, Marie Berabedew und Amilie Kühn spielen mit den Schülerinnen und Schülern, betreuen sie und führen Spielzüge vor. Ihr Ziel ist es, die Bekanntheit des Sports zu erhöhen und Spaß am Spiel zu vermitteln.Geleitet und betreut wird der Kurs von Walter Heitmann, der sich auch dafür eingesetzt hat, dass die amtierenden Meister die Johannes-Selenka-Schule der Stadt Braunschweig besuchen. In seinem Sportunterricht ist Tchoukball bereits fester Bestandteil.
Insgesamt kann gesagt werden, dass kaum eine passendere Ballsportart für die Präventionstage hätte gefunden werden können. Die Schüler haben nämlich nicht nur Spaß am
Spiel – sie üben auch wie selbstverständlich den gegenseitigen Respekt.
Das ist Prävention von Grund auf.
Sabrina Reinecke