No-Waste-Aktion: Plastik ist out

Foto: Sina Rühland

Mit der Tausch-Aktion "PET-Flasche gegen No-Plastic-Becher" setzt die Johannes-Selenka-Schule ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

Spätestens seit dem Dokumentarfilm “Plastic Planet” weiß man, wie allgegenwärtig und umweltzerstörend Kunststoffe sind. Um ein Zeichen gegen Vermüllung, gegen Plastik und für umweltfreundliche Materialien zu setzen, haben Schüler der Johannes-Selenka-Schule eine No-Plastic-Aktion gestartet – mit Bechern, die aus Baumsaft hergestellt werden. Ja, richtig gelesen, Baumsaft.

 

Foto: Sina Rühland

Pfandflasche gegen Los – am Ende gibt´s vielleicht den No-Plastic-Becher.

Pfandflaschen wohin das Auge blickte. Unzählige Schüler, Lehrkräfte und Passanten standen mit ihrem Plastikgeld auf dem Schlossplatz und wollten sich an der Aktion der Braunschweiger Schule beteiligen. Die fleißigen Helfer waren die lernenden Gestalter für visuelles Marketing. Und visuell auffällig sehen die leuchtenden Becher in jedem Fall aus. Neben dem Aspekt des Umweltschutzes, bewirkt das Engagement noch etwas anderes: der Erlös aus dem Verkauf der PET-Flaschen wird an Ärzte ohne Grenzen gespendet, um den Kampf gegen das Ebola-Virus zu unterstützen.

Aber wie kommt man eigentlich auf die Idee, Baumsaft-Becher in der Innenstadt zu verlosen? Schulleiter Hubert Kornek konnte es erklären: “Wir haben einen Schulkiosk und mussten beobachten, wie jede Woche 500 Pappbecher in der Mülltonne landen.” Den Leitgedanken zu den Bechern aus nachwachsendem Rohstoff brachte eine Kollegin mit, erzählte die stellvertretende Schulleiterin Petra Gellermann. Mit dem Tag der Aktion sollen die No-Waste-Becher auch in dem Schulkiosk angeboten werden. Ganz verschwinden wird die Papp-Variante wohl erst mal nicht, aber vielleicht ist auch das nur eine Frage der Zeit. Die kostenlosen Plastiktüten verschwinden ja auch sukzessiv aus den Geschäften.

Foto: Sina Rühland

Die Schulleiter Hubert Kornek und Petra Gellermann stehen voll hinter der Aktion.

Aufhänger für die Kampagne sind die Präventionstage der Johannes-Selenka-Schule. Verschiedene Workshops behandeln Themen wie Courage, Journalismus, Umwelt, Kultur oder die sozialen Geschlechterrollen. “Der ursprüngliche Gedanke war, alle Schüler zusammen zu bringen, unabhängig von den Klassenverbänden. Somit entstehen keine Nischen und Isolation kann vermieden werden. Daraus sind dann die Präventionstage entstanden”, sagte Lehrkraft Frank Wunderlich.
Gemeinsam ein Bewusstsein für die Umwelt schaffen zu wollen, ist definitiv präventiv. Get together, by Johannes-Selenka-Schule.

 

Danke für die Bereitstellung des Artikels von Sina Rühland an braunschweigheute.de

Schlossplatz