Details

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 1/2 Jahre, eine Verkürzung auf 3 Jahre ist in Ausnahmefällen möglich. Die Ausbildung erfolgt im dualen Sytem im Betrieb und in der Berufsschule.

Ausbildungsvoraussetzungen
Die Betriebe stellen wegen der recht hohen fachtheoretischen Anforderungen vorwiegend Bewerber mit Realschulabschluss oder Hochschulreife ein. Aber auch Hauptschüler haben Chancen in diesem handwerklichen Beruf.

Erforderlich ist manuelles Geschick und ästhetisches Empfinden für Formen, ein gutes Vermögen der Farbunterscheidung sowie Geduld und die Liebe zum Detail. Außerdem sollten die Bewerber auch unter zeitlichem Druck (Patienten erwarten einen zeitnahen Zahnersatz) konzentriert arbeiten können.

Viele Betriebe führen einen Eignungstest zur Überprüfung des handwerklichen Geschicks durch.

Zahntechniker müssen die Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe sowie medizinische Grundlagen kennen, um ihre eigene Gesundheit und die des Patienten zu schützen sowie eine qualitativ hochwertige Arbeit zu gewährleisten. Deshalb ist ein Interesse an Chemie, Biologie und Physik erforderlich.

Ausbildung und Ausbildungsbetriebe
Ausbildungsbetriebe sind gewerbliche Dentallabore, in einzelnen Fällen auch Zahnarztpraxen angegliederte Labore des Handwerks. Der Einzugsbereich der Johannes-Selenka-Schule in Braunschweig liegt zwischen Wittingen im Norden, Clausthal-Zellerfeld im Süden, Peine im Westen und Helmstedt im Osten. Die Ausbildung zur Zahntechnikerin/ zum Zahntechniker erfolgt nach der Verordnung über die Berufsausbildung vom 11. Dezember 1997. Es wird im dualen System ausgebildet, in dem der Auszubildende in seinem Betrieb 3 bis 4 Wochentage ausgebildet wird und die Berufsschule in der Grundstufe an 2 Tagen und in den Fachstufen an 1 Tag pro Woche besucht.

Prüfungen
Zwischenprüfung in der 2. Hälfte des 2. Ausbildungsjahres,
Abschlussprüfung am Ende der Ausbildungszeit.

Inhalte der Fachtheorie
Die Berufsschule begleitet durch den Unterricht die betriebliche Ausbildung in der Fachtheorie. Fachliche Kenntnisse und allgemeine Lerninhalte für die fundierte Berufsausbildung und die spätere qualifizierte Berufsausübung werden vermittelt. Die Fachtheorie der Zahntechnik gliedert sich in einzelne Lernfelder. Die zeitliche Abfolge der einzelnen Lernfelder ist in den Inhalten auf die Ausbildung im Betrieb soweit wie möglich abgestimmt.
Der Rahmenlehrplan zum Berufsschulunterricht ist hier als pdf-Dokument herunterzuladen.

Dem Unterricht begleitend können folgende Lehrmittel dienen:

TitelVerfasserVerlagISBNPreis in €
Tabellenbuch MetallTeamEUROPA3-8085-1722-0    23,80

Lehrbuch der Zahntechnik  

Band I-III

Hohmann, Hielscher  

Quintessenz

Verlag-GmbH   

(I) 3-87652-552-7  

(II) 3-87652-123-8

(III) 3-87652-182-3 

je ca. 40,-

Lexikon der Zahntechnik

Hohmann, Hielscher  

Verlag Neuer Merkur  

978-3-929360-28-8    
99,90

Vor dem Erwerb dieser Bücher sollte im Ausbildungsettrieb nachgefragt werden, ob sie dort genutzt werden dürfen.

Weiterbildungsmöglichkeiten
Nach abgeschlossener Ausbildung bieten sich für die weitere Qualifizierung mehrere Möglichkeiten:

Nach Besuch einer Meisterschule Ablegung der Prüfung zum Handwerksmeister. Diese Qualifikation ist Voraussetzung zum Führen eines eigenen Dentallabors.

Studium der Dentaltechnolgie an der Fachhochschule Osnabrück mit Abschluss als Diplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin.

Zahntechniker/-innen mit allgemeiner Hochschulreife haben durch die Ausbildung eine gute theoretische und praktische Grundlage für das Studium der Zahnmedizin.