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Ausbildungsvoraussetzungen, besondere Veranlagungen
Abschluss der Hauptschule, Realschule, Gymnasium Klasse 10 oder der Berufsfachschule. Interesse an Mathematik und Physik

Ausbildung
Es handelt sich um eine duale Ausbildung, die nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bundesweit geregelt ist. Die Ausbildung erfolgt überwiegend im Ausbildungsbetrieb und zusätzlich in der Berufsschule. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und kann bei guten Leistungen um ein halbes Jahr verkürzt werden.

Betriebliche Ausbildung
Im 1. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise, welche Bearbeitungsverfahren es für Werkstoffe gibt und wie man aus den Werkstoffen Glas, Gummi und Kunststoff Schlauch- und Rohrverbindungen herstellt, was beim Umgang mit den unterschiedlichsten Arbeitsstoffen (Säuren, Hydroxiden, Salzen oder organischen Lösungsmitteln) zu beachten ist, welche physikalischen und chemischen Methoden der Stofftrennung, -vereinigung und -reinigung es gibt.

Im 2. Ausbildungsjahr wird den Auszubildenden unter anderem vermittelt:

Wärmetechnik, Elektrotechnik, Elektronik oder Optik werden vorbereitet und ausführt (zum Beispiel Oberflächenspannung, Beleuchtungsstärke oder Luftfeuchte messen und berechnen), wie man fotografische und elektronische Abbildungen herstellt und bearbeitet.

Im 3. und 4. Ausbildungsjahr erfahren die Auszubildenden welche Sicherheitsmaßnahmen zum Strahlenschutz es gibt und wie man sie anwendet, wie man elektrotechnische Größen und elektrische Parameter im Wechselstromkreis bestimmt und berechnet, welche statistischen Methoden der Qualitätssicherung es gibt, wie man Computer zur Lösung labortechnischer Aufgaben einsetzt, zum Beispiel zur Steuerung, Messdatenerfassung und -auswertung, worauf bei der Dokumentation der Versuchsergebnisse und Messwerte zu achten ist und wie man die Aussagekraft dieser Ergebnisse beurteilt. Schulische Ausbildung: Während des fachtheoretischen Unterrichts in der Berufsschule erwirbt man, dem Rahmenlehrplan entsprechend, grundlegende Kenntnisse auf verschiedenen für den Beruf wichtigen Gebieten.

 

Der Berufsschulunterricht findet in der Grundstufe an zwei Tagen, in den Fachstufen 1,2 und 3 an je einem Tag in der Woche statt.
Der Rahmenlehrplan ist hier als pdf-Dokument herunterzuladen.

In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. In der Abschlussprüfung soll die Facharbeiterqualifikation, also die Befähigung zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit, die selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt, nachgewiesen werden. Sie besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil und erstreckt sich auf die Inhalte der betrieblichen Ausbildung und den Lehrstoff des Berufsschulunterrichts, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. In der praktischen Prüfung sollen in insgesamt 15 Stunden zwei Arbeitsproben und 1 Prüfungsstück angefertigt werden. Als Arbeitsproben kommen insbesondere in Betracht:

elektrotechnische Arbeiten,
die Bestimmung physikalischer Größen,
physikalisch-chemische Versuche.

Als Prüfungsstück wird eine EDV-gestützte Messdatenauswertung durchgeführt und die Ergebnisse werden grafisch dargestellt. Im schriftlichen Prüfungsteil, der insgesamt sechs Stunden in Anspruch nimmt, wird in den Fächern Technologie, Labortechnik, Technische Mathematik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft. Bei nicht eindeutigen Prüfungsergebnissen in der schriftlichen Prüfung kann eine zusätzliche ergänzende mündliche Prüfung durchgeführt werden. Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der Fertigkeitsprüfung und Kenntnisprüfung sowie im Prüfungsfach Technologie (innerhalb der Kenntnisprüfung) mindestens ausreichende Leistungen erbracht worden sind. Die Abschlussprüfung wird vor dem Prüfungsausschuss der IHK abgelegt. Die Abschlussbezeichnung lautet: Physiklaborant/Physiklaborantin.

Fortbildungsmöglichkeiten:
Ausbildung zum Techniker,
Ausbildung zum Industriemeister.

Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, dass Physiklaboranten/-innen mit Fachhochschulreife oder Abitur ein naturwissenschaftliches Studium an der Fachhochschule oder an der Universität aufnehmen. Die dafür erforderliche Fachhochschulreife bzw. Hochschulreife kann an berufsbildenden Schulen erworben werden. Auskünfte erteilt unsere Schule.