Die Bewerber
Wir sind die Berufsschulklasse SGD 15 des Gebäudereiniger-Handwerks und befinden uns derzeit im zweiten Ausbildungsjahr. Unser Unterricht findet einmal wöchentlich mittwochs an der Johannes-Selenka-Schule in Braunschweig unter der Leitung unseres Klassenlehrers Herrn Prepens statt. Ausgehend von „Ärgernissen“ in unserem Arbeitsalltag haben wir uns aus 8 Problemsituationen auf  das im Folgenden beschriebene Projekt aus der Glasreinigung geeinigt. Jeder der Projektteilnehmer kann auf vergleichbare Erfahrungen zurückgreifen und sich mit dem im Unterricht diskutierten Lösungsansatz identifizieren.
Unterstützt werden wir in unserem Vorhaben von:
Unger Germany GmbH
Piepersberg 44
D-42653 Solingen
Germany
dort insbesondere von Herrn Jörg Schenk.

Die Idee
Bei der regelmäßigen Glasreinigungsarbeit tritt ein Problem auf. Dieses beruht darin, dass die Reinigungsflotte  im Eimer durch stetiges Auswaschen des Mikrofasertuches schnell oder zu schnell einen so hohen Verschmutzungsgrad annimmt, so dass ein häufiges Wechseln des Wassers unausweichlich ist. Dieses lässt sich zwar nicht gänzlich verhindern jedoch hinauszögern und hierfür haben wir folgende Idee:
Es wird eine Trennwand entwickelt, die den Eimer in zwei Hälften aufteilt. Die Idee dahinter ist, den Mikrofasertuch- und den Einwascherbereich zu trennen. So wird eine gegenseitige Verschmutzung unterbunden. Diese Trennwand soll flexibel sein, um dem Nutzer eine indivi-duelle Einteilung der zwei Zonen zu ermöglichen. So kann,  je nach Vorliebe, der Bereich für den Einwascher größer oder kleiner gewählt werden und somit der Bereich für das Mikrofa-sertuch entsprechend.
Gerade bei der Rahmenreinigung kommt es vor, dass das Mikrofasertuch höhere Ver-schmutzungen aufweist und über das Auswaschen im Eimer den  Einwascher verschmutzt.
Im schlimmsten Fall kann sich abrasives  Material (z.B. Sandkörner)
an dem Einwascher festsetzen und zum Zerkratzen der Glasscheibe
führen. 
Ein großer Vorteil zudem ist, dass die die Reinigungsflotte des Einwaschers länger genutzt werden kann. Dadurch können mehr Fenster in kürzerer Zeit gereinigt werden.
Auch bei der reinen Glasreinigung (ohne Rahmen) erweist sich die Trennwand als sinnvoll, wenn man zusätzlich zur Einwascher-Abzieher-Methode das klassische Fensterleder einsetzt, welches nicht mit der Reinigungschemie in Berührung kommen darf und gelegentlich doch ausgespült werden soll.
Die Gestaltung der Trennwand
Es wird eine Trennwand aus Plexiglas hergestellt, die vollständig von einer Dichtung um-schlossen ist.
Im unteren Bereich der im Eimer festklemmenden Trennwand befindet sich eine Bohrung, durch die eine Kunststoffstange als Abstandfixierung zur Eimerwand geführt wird.
Durch die obere Dichtung verläuft eine weitere Kunststoffstange, die, unterstützt durch am Eimerrand eingehakte Gummizüge, Druck nach unten ausübt.

Die Planung
Schnell war klar, dass die Trennwand mit einer umlaufenden Dichtung eng an der Innenkon-tur des Eimers anliegen muss, damit die beiden zu trennenden Bereiche sich nicht durch mangelnde Abdichtung miteinander vermengen. Zudem ist bei dieser Idee von einer Trennung zwischen Wasser- und Trockenbereich Abstand genommen worden, da der einseitige Druck nicht durch die flexible Trennwand hätte aufgenommen werden können. Trotzdem ist dieser Gedanke, nämlich eine Trocken- und Nasszone in einem Eimer zu ermöglichen als sinnvoll erachtet worden, so dass die Idee zu einem Folgeprojekt im Rahmen dieser Bewerbung bereits steht. Um die Dichtung auch unten zu komprimieren, muss die Trennwand Druck von oben erfahren, der einfach durch Gummibänder erzeugt werden kann.