Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/-in

 

Der Beruf  des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegers ist ein Handwerksberuf mit langer Tradition. Ein guter Fliesenleger ist Berater, Planer und Gestalter in einer Person.
Fliesenleger bekleiden Wand- und Bodenflächen mit Fliesen, Platten und Mosaik. Um diese Tätigkeiten fachlich korrekt ausführen zu können, werden handwerkliche Fertigkeiten, bautechnisches Fachwissen und ästhetische Stilsicherheit benötigt. Ein Fliesenleger muss zupacken, vor allem aber präzise und genau arbeiten können.
Diese Fähigkeiten sollen in einer Ausbildungszeit von 3 Jahren vermittelt werden.

Wie sieht die Ausbildung aus?
Die Ausbildungszeit dauert drei Jahre, unter besonderen Voraussetzungen zwei Jahre.
Im zweiten Ausbildungsjahr besuchen die Auszubildenden zwei Mal in der Woche blockweise die Berufsschule; die restliche Zeit übernimmt der Ausbildungsbetrieb die Ausbildung (betriebliche und überbetriebliche Ausbildung). Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres erhält man ein Jahreszeugnis der Berufsschule, und es muss eine Zwischenprüfung abgelegt werden.
Auch im dritten Ausbildungsjahr wird die Berufsschule zwei Mal in der Woche besucht. Am Ende des Jahres steht dann die Gesellenprüfung an. Nach erfolgreicher Teilnahme erhält man den Gesellenbrief und ein Abgangs- bzw. bei entsprechenden Noten in der Schule ein Abschlusszeugnis. Auf diese Weise kann man sich den Realschulabschluss erarbeiten.

Welche Arbeitsmaterialien werden benötigt?
Lehr- und Tabellenbücher:
Lernfeld Bautechnik. Fliesen-, Platten- und Mosaikleger. Verlag Handwerk und Technik, neueste Auflage
Bautabellen. Verlag Handwerk und Technik, neueste Auflage
Gemeinsam handeln. Bildungsverlag EINS, neueste Auflage
Zeichenplatte A3
Taschenrechner

Was kann ich mit der bestandenen Prüfung anfangen?
Nach bestandener Gesellenprüfung kann man sich einen Betrieb suchen und dort als Fachkraft (Geselle) arbeiten.
Wenn man mehr Verantwortung im Baubereich übernehmen möchte (Ausbildung von Lehrlingen, Bauleitung usw.), kann man nach der Ausbildung die Meisterschule besuchen.
Durch die Möglichkeit, mit bestandener Ausbildung auch den Realschulabschluss zu erhalten, kann man nach der Lehre die Fachoberschule besuchen, um dort die Fachhochschulreife zu erreichen. Siehe auch FOT 12.