Religion

Das Fach ist beliebt und wird konfessionsübergreifend unterrichtet. Schülerinnen und Schüler, die keiner christlichen Kirche angehören, nehmen bei uns in der Regel am Religionsunterricht teil. Von der rechtlichen Möglichkeit, sich vom Religionsunterricht befreien zu lassen, wird nur selten Gebrauch gemacht. Es wird in diesem Fall Ersatzunterricht im Fach Werte und Normen angeboten.Bei Vollzeitklassen ist eine Wochenstunde Religion vorgeschrieben. Und bei Teilzeitklassen sind es, auf die gesamte Ausbildungszeit verteilt, zwei Wochenstunden eines Schuljahres. Anders als in einer allgemeinbildenden Schule ist eine Berufsschule den Anpassungs-  zwängen des Wirtschaftlebens ausgesetzt. Die Ausbildungsbetriebe und die Eltern haben unterschiedliche Erwartungen an den Religionsunterricht.
Werteverfall, Gewalt, Drogenmissbrauch oder Rechtradikalismus seien hier nur als Stichworte genannt. Und man kann sich vorstellen, dass es im RU zu unterschiedlichen Standpunkten zwischen Betrieben und Schule kommen kann, wenn es z. B. um das Thema Sonntagsarbeit geht.

 Doch der Charme des Faches liegt in den Gelegenheiten:
- sich mit den Fragen nach dem Sinn des Lebens auseinanderzusetzten,
- darüber nachzudenken, was nach dem Tod geschieht,
- den eigenen religiösen Standpunkt zu suchen,
- sich mit den Standpunkten anderer Religionen zu beschäftigen..
   und vieles andere mehr.

Im Besonderen aber soll das Fach Ermutigung zum aufrechten Gang geben und seinen Teil zu der Erkenntnis beitragen, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt.