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Bautechnik/Ernährung/Holztechnik

Einstieg in den Beruf

Das BVJ ist eine berufliche Vollzeitschule und dauert ein Jahr. Die Schülerinnen und Schülern erhalten hier eine besondere Förderung, bevor sie eine andere berufliche Vollzeitschule besuchen, eine betriebliche Ausbildung beginnen oder aber eine Arbeit aufnehmen. Das BVJ soll den Schülerinnen und Schülern den Eintritt in das Berufsleben erleichtern und eine gezielte Orientierungshilfe bieten; deshalb bildet der fachpraktische Unterricht in zwei Berufsfeldern den Schwerpunkt, ergänzt durch fachtheoretischen und allgemeinen Unterricht.

Im Rahmen eines zusätzlichen besonders handlungsorientierten Förderkonzepts ist auch der Erwerb  des Hauptschulabschlusses möglich.

Gut zu wissen: BVJ Bautechnik

Im BVJ Erstfach Bautechnik werden Schülerinnen und Schüler fachgerichtet auf das Arbeitsleben auf dem Bau und auf eine Ausbildung in Bauberufen vorbereitet.

Durch das Zweitfach Holztechnik besteht die Möglichkeit, sich einen ersten Überblick über die Holz verarbeitenden Berufe zu verschaffen.

Nebenher wird auch auf die neue Lebenssituation vorbereitet, die durch die regelmäßige Ausübung des Berufes entsteht. Das BVJ wird in den Werkstätten und Klassenräumen der Johannes-Selenka-Schule durchgeführt.

Die Lerngruppen im BVJ bestehen aus 9 bis 12 Schülerinnen und Schülern.

Der fachpraktische Unterricht findet in voll ausgestatteten Werkstätten innerhalb der Berufsschule statt. Dabei wird auf ein möglichst schülergerechtes Arbeitstempo Wert gelegt. Es wird in kleinen Projekten gearbeitet. Ergänzt wird die schulische Fachpraxis durch ein 14-tägiges Betriebspraktikum.

Der theoretische Unterricht vermittelt Grundkenntnisse aus den Berufsfeldern Bau- und Holztechnik. Dabei wird selbstständiges Lernen und die Zusammenarbeit in kleinen Gruppen angestrebt.

Ergänzend findet Unterricht in allgemein bildenden Fächern statt, um gezielt Schwächen und Stärken zu bearbeiten. Außerdem kann im BVJ der Hauptschulabschluss erreicht werden.

Während des BVJs werden die Schülerinnen und Schüler von den Lehrkräften und Schulsozialpädagogen in ihren weiteren schulischen und beruflichen Möglichkeiten beraten.

Nach dem BVJ ruht die Schulpflicht solange, bis eine Ausbildung begonnen wird.

Direkt im Anschluss an das BVJ kann eine einjährige

  • BFS Bautechnik oder
  • BFS Ernährung oder
  • BFS Drucktechnik 

besucht werden.

Weiterhin besteht die Möglichkeit eine Ausbildung zu beginnen oder einen Job als Arbeitsverhältnis anzunehmen.

Bei der Suche nach geeigneten beruflichen Möglichkeiten werden die Schülerinnen und Schülern von den Lehrkräften, den Schulsolzialpädagogen, der Agentur für Arbeit sowie weiteren Einrichtungen unterstützt.

Zum Einstieg wird mindestens das Abgangszeugnis einer Haupt- und Förderschule benötigt.

Die Aufnahmeberatung wird nach Zeitplan während des Schuljahres durchgeführt.

Gut zu wissen: BVJ Ernährung

Lernen mal ganz anders

Wir erleben hier Schule mal ganz anders. An drei Tagen in der Woche haben wir jeweils sechs Stunden Fachpraxis, d.h. wir backen in einer richtigen Bäckerei Brot, Brötchen, Zuckerkuchen, Pizza und andere Sachen.

In der Fachpraxis lernen wir, wie kleine Gerichte zubereitet werden. Vielleicht wird das Kochen zu unserem Beruf. Deshalb dürfen wir demnächst ein Praktikum in einer Restaurantküche machen. Wenn wir zeigen können was wir gelernt haben, wird vielleicht eine Ausbildungsstelle daraus.

Einige Mitschüler besuchen jetzt einen Förderkurs in Deutsch und Mathe und wenn alles klappt, dann bekommen wir am Jahresende den Hauptschulabschluss.     

  • Hauptschulabschluss bei Teilnahme an den Förderkursen in Deutsch und Mathematik sowie befriedigenden Leistungen in allen Fächern.
  • Schulpflichterfüllung nach Abschluss des Jahres.
  • Schüler ohne Schulabschluss und ohne Ausbildungsstelle,
  • jedoch mit Interesse an einem späteren Beruf im Ernährungsbereich.

Dauer: 1 Jahr.

Gut zu wissen: BVJ Holztechnik

Jede Schülerin und jeder Schüler verfügt über Ressourcen, die geweckt und gestärkt werden können.
Jeder Jugendliche (auch ohne Schulabschluss) sollte die Chance erhalten,

  • sich beruflich zu orientieren,
  • seine Berufswahlreife zu erhöhen,
  • seine Motivation für einen weiteren Schulbesuch zu steigern und
  • sein Arbeits- und Sozialverhalten zu verbessern.

Das Berufsvorbereitungsjahr Holztechnik / Bautechnik vermittelt fachliche, personale und soziale Kompetenzen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen einer beruflichen Tätigkeit und bereitet auf eine Berufsausbildung vor.

Nach dem Besuch des Berufsvorbereitungsjahres sollen:

  • der Übergang in eine Berufsfachschule (z.B. Holztechnik)
  • der Übergang in Maßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit (BvB, BaE)
  • der Übergang in die betriebliche Ausbildung (z.B. Tischler)
  • der Übergang in ein Arbeitsverhältnis

möglich sein.

Zum Einstieg wird mindestens das Abgangszeugnis einer Haupt- und Förderschule benötigt.

Die Aufnahmeberatung wird nach Zeitplan während des Schuljahres durchgeführt.